Welpen und Junghunde bedarfsgerecht füttern

Welpen und Junghunde benötigen nicht nur ein liebevolles Zuhause, eine umfassende Pflege und eine angemessene Erziehung, sondern auch eine ausgewogene Ernährung. Die Berücksichtigung dieser Bedürfnisse bildet die Grundvoraussetzung für ein glückliches Zusammenleben von Mensch und Hund. Dabei unterstützt eine gesunde Ernährungsweise den kleinen Vierbeiner bei der körperlichen sowie geistigen Entwicklung und sollte daher keineswegs vernachlässigt werden. Doch wie sieht die richtige Fütterung eines jungen Hundes aus und welche Nährstoffe braucht der kleine Vierbeiner, um sich optimal zu entwickeln? Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit all diesen Fragen und gibt angehenden Hundebesitzern sowie jenen, die es gerade geworden sind, einen Leitfaden zur richtigen Fütterung ihres Welpen oder Junghundes.



Vierbeiniger Familienzuwachs

Wenn ein Welpe von seinem gewohnten Umfeld in ein neues Zuhause gebracht wird, dann bedeutet dies zunächst große Aufregung und Stress für das Tier. Er muss sich erst langsam an seine neue Umgebung anpassen und erkundet diese ausführlich. Der Besitzer sollte dabei dem Hund genug Zeit und Ruhephasen geben, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. In Bezug auf die Fütterung des Welpen empfiehlt es sich, den Ernährungsplan des Züchters oder Vorbesitzers für mindestens eine Woche beizubehalten. Der Welpe ist ab dem Zeitpunkt der Übernahme durch den neuen Besitzer schon an feste Nahrung gewöhnt und muss nicht mehr von seiner Mutter gesäugt werden. Generell kann sich der Ortswechsel negativ auf die Verdauung des Welpen auswirken. Das Auftreten von Durchfall und Erbrechen ist hierbei nicht ungewöhnlich. Daher sollte darauf geachtet werden, dass der Welpe täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Normalerweise kotet ein Welpe vier- bis sechsmal am Tag. Tritt der Stuhlgang öfter auf, kann eine Reduktion der Mahlzeiten sinnvoll sein, bis sich der Darm und der Magen des kleinen Vierbeiners beruhigt haben. Kommt es zu länger anhaltendem Durchfall oder Erbrechen, so muss ein Tierarzt aufgesucht werden, da ein Welpe schnell dehydrieren kann, wodurch der Verlust von lebensnotwendigen Mineralien droht.



Häufigkeit und Art der Mahlzeiten bei Welpen


Nach der ersten Eingewöhnungsphase sollte der Welpe bis zum sechsten Monat mindestens drei- bis viermal täglich gefüttert werden. Im Zuge der ersten fünf Monate hat der Welpe normalerweise schon die Hälfte des Gewichtes eines ausgewachsenen Tieres seiner Art erreicht. Ab dem sechsten Lebensmonat gelten die Welpen als Junghunde, wobei die Häufigkeit der Fütterung bis zum Erreichen des Erwachsenenalters auf zwei- bis dreimal am Tag reduziert werden sollte. Bei der Fütterung von Welpen ist es wichtig, den Magen des Tieres nicht zu überfordern. Daher ist die Verabreichung von kleineren Portionen sinnvoll, die über den Tag verteilt werden. Auf diese Weise kommt es zur geregelten Aufnahme von Nährstoffen. Gleichzeitig gewöhnt sich die Verdauung des Welpen an das Hundefutter. Außerdem sollte dem Hund genug Ruhe gegeben werden, um die Nahrung zu verdauen. Wildes Spielen oder anstrengende Spaziergänge sind daher direkt nach der Hundefütterung tabu, da sich der Magen des Tieres überdrehen oder dieser erbrechen kann.



Essenzielle Nährstoffe für Welpen


Bei der Ernährung von Welpen sollte Wert auf eine ausgewogene Mischkost gelegt werden. Für die richtige Nährstoffversorgung kann spezielles käuflich erwerbbares Welpenfutter verwendet werden oder der Halter bereitet das Futter für den Hund selbst zu. Grundsätzlich benötigt ein Welpe viel Energie und Nährstoffe, da sich sein Körper im stetigen Wachstum befindet. Dabei dienen ihm Kohlenhydrate, Fette und Proteine als primäre Energielieferanten. Des Weiteren braucht der Welpe für seine körperliche und geistige Entwicklung Mineralstoffe, Vitamine und andere Mikronährstoffe. Der Welpe kann Kohlenhydrate beispielsweise in Form von Hirse, Nudeln, Reis, Amaranth, Buchweizen und Gemüseflocken zu sich nehmen. Genauso wie die richtige Menge an Kohlehydraten sollte der Welpe auch genügend hochwertige Fettquellen zu sich nehmen. Dazu gehören etwa verschiedene Fleisch- und Fischsorten sowie Kokosöl, Leinöl, Hanföl, Lachsöl und Dorschlebertran. Die darin enthaltenen Fettsäuren und Nährstoffe unterstützen beim Welpen die normale Gehirnentwicklung, fördern die Herzgesundheit und sorgen beim Hund für glänzendes Fell. Für das gesunde Wachstum des Welpen ist außerdem die ausreichende Versorgung von Proteinen wichtig. Diese kann durch die Zufuhr von Milchprodukten wie etwa Hüttenkäse und Joghurt aber auch durch Eier, Fleisch (Rind, Geflügel oder Wild) und Fisch (Lachs, Makrele oder Hering) gewährleistet werden. Zusätzlich kann die Ernährung des Welpen durch Mikronährstoffe angereichert werden. Für einen kräftigen Knochenbau eignet sich die die Zugabe der Mineralien Kalzium und Phosphor. Zur Förderung einer gesunden Entwicklung des Gehirns und der Augen können verschiedene Präparate eingesetzt werden, welche die Mineralstoffe Selen und Kalzium, B-Vitamine sowie essenzielle Fettsäuren enthalten. Für eine starke Immunabwehr hat sich die Supplementierung der Vitamine A, E und C, der Mineralien Zink und Selen und die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren sowie An