Hufrehe beim Pferd - Ursachen, Behandlung und Fütterung


​​​​​​Immer mehr Pferde und Ponys erkranken an Hufrehe. Die Diagnose „Hufrehe“ ist für ​​die meisten Pferdebesitzer ein Schock. Um hier effektiv vorbeugen oder bei bereits gestellter Diagnose richtig handeln zu können, sollte man sich als Pferdebesitzer intensiv mit dem Krankheitsbild der Hufrehe auseinander setzen. Bedarfsgerechte Fütterung, individuelle Haltungskonzepte und sachgerechte Hufbearbeitung können Pferde präventiv vor Hufrehen schützen.


Die jährlich steigenden Fälle von Hufrehe beim Pferd sind in der Regel durch den Menschen verursacht. ​Hufrehe ist in den meisten Fällen eine Zivilisationskrankheit, die durch bedarfsgerechte Fütterung und ein dementsprechend angepasstes Haltungsmanagement verhindert werden könnte.


Hufrehe - der Albtraum für Pferd und Besitzer

Unter dem Krankheitsbild "Hufrehe" versteht man meist eine hochgradige aseptische Entzündung der Huflederhaut, ausgelöst durch eine Störung der Mikrozirkulation des Blutes in diesem Bereich. ​​​

Aseptisch deshalb, da die Ursache dieser entzündlichen Reaktion nicht unter dem Einfluss von Keimen oder Bakterien entsteht. In weiterer Folge kann es zur Absenkung des Hufbeines, einer Hufbeinrotation und im schlimmsten Fall einem Hufbeindurchbruch kommen. Im letzten Schritt kann es zum sogenannten Ausschuhen kommen, d. h. einem kompletten Ablösen der Hornkapsel. Bei der Hufrehe handelt es sich um ein multifaktorielles Krankheitsbild, das meist den gesamten Organismus des Pferdes betrifft. Neben der schon oben genannten Problematik beinhaltet sie eine Reihe weiterer Symptome. Diese können eine reduzierte Darmaktivität, ein erhöhter Blutdruck, allgemeine Herz-Kreislauf Probleme sowie auch Leber- und Nierenfunktionsstörungen sein.


Eine akute Hufrehe ist ein Notfall und bedarf sofortiger Behandlung durch einen Fachmann!


Symptome einer "Hufrehe"

​​Ein an Hufrehe erkranktes Pferd zeigt meist eine typische Symptomatik, obwohl die Krankheitsverläufe und auslösenden Faktoren oftmals sehr unterschiedlich sind.

  • In den meisten Fällen sind beide Vorderhufe betroffenen, in selteneren Fällen können auch alle oder aber ein einzelner Huf erkrankt sein.

  • Betroffene Pferde zeigen eine nach hinten verlagerte Haltung mit stärkerer Belastung der Trachten und versuchen so die schmerzenden Hufbereiche zu entlasten.

  • Bei einer Hufrehe ist eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Lahmheit zu beobachten.

  • Das Pferd fußt nicht wie gewohnt, sondern versucht auch hier durch eine vermehrte "Trachtenfußung" die Belastung des Zehenbereichs zu vermeiden.

  • Enge Wendungen bereiten ebenfalls deutliche Schwierigkeiten und Schmerzen.