Bindehautentzündung beim Pferd: Tränende und rote Augen

Reizungen verschiedenster Art können zu einer Bindehautentzündung führen. Bei einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) rötet sich das Auge und das Pferd hat häufig Augenausfluss. Das Sekret kann durchsichtig und dünnflüssig oder auch fest, gelblich und eitrig sein. Eine Bindehautentzündung kann sowohl nur ein Auge als auch beide Augen des Pferdes betreffen. Oft schmerzt oder juckt es auch. Daher sieht man auch Pferde, die sich vermehrt am Kopf oder direkt am Auge scheuern.


Ursache der Entzündung können unterschiedliche Gründe sein. Daher unterscheidet man auch zwischen zwei Gruppen:

  1. infektiöse Bindehautentzündung: Sie wird durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursacht. Diese Form von Bindehautentzündung ist ansteckend.

  2. nicht-infektiöse Bindehautentzündung: Hierzu zählen alle Fälle von Konjunktivitis, die nicht durch Krankheitserreger, sondern beispielsweise durch Allergien oder mechanische Reize verursacht werden.

Dementsprechend unterschiedlich sieht die Behandlung beim Pferd aus, wenn es an einer Augenentzündung leidet.



Symptome und Ursachen einer Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) zeigt sich beim Pferd vor allem durch geschwollene und gerötete Augen bzw. Augenlieder und verstärkten Ausfluss (Sekretion). Die Bindehaut sieht glasig aufgequollen aus. Der Ausfluss kann von durchsichtig und flüssig bis hin zu eitrig, gelb und dickflüssig sein. Meistens sind die Augen bei einer Bindehautentzündung verklebt, die Pferde sind lichtempfindlich und kneifen das betroffene Auge zusammen. Die meisten Pferde versuchen ihren Kopf bzw. ihr Auge irgendwo zu scheuern und zu reiben, da die Augen meistens jucken.


Mögliche Ursachen die eine Bindehautentzündung beim Pferd auslösen können sind der Pferdehusten-Komlex, Influenza, eine Lungenentzündung, Druse, Entzündungen anderer Körperteile, die sich auf die Bindehaut ausdehnen (Entzündung des Lidrands, des Tränensacks oder der Nasennebenhöhlen), trockenen Augen (zu wenig Tränenflüssigkeit), Augenhautentzündungen oder auch Fehlstellungen der Wimpern oder Augenlider. Eine Bindehautentzündung kann auch direkt durch verschiedene Faktoren wie z. B. Allergien, Giftstoffe, Fremdkörper, Parasiten, die das Auge befallen oder durch eine Überreaktion des lymphatischen Gewebes (Pferde reagieren hierbei verstärkt auf Umweltreize und bilden unter der Nickhaut kleine Knötchen, die das Auge und die Bindehaut reizen) entstehen.



Behandlung einer Bindehautentzündung


Wie bei anderen Erkrankungen des Auges auch, sollte auch bei einer Bindehautentzündung in jedem Fall ein Tierarzt oder Therapeut befragt werden! Ein Fachmann kann abhängig von der Ursache der Konjunktivitis entscheiden, ob eine geeignete Behandlung eingeleitet werden muss. Nur so können Sie bleibende Augenschäden beim Pferd verhindern. In vielen Fällen kann eine Bindehautentzündung allerdings mit Hausmitteln gelindert werden. Bei konsequenter und am besten frühen Behandlung heilt eine Konjunktivitis schnell und gut ab.


Zu einer therapeutischen Behandlung sollten allerdings alle zusätzlichen Reizungen der Augen durch Staub, Zugluft, Ammoniak, lange Mähnenhaare, Scheuern o. ä. vermieden werden.



Ist eine Bindehautentzündung ansteckend?


Eine virale oder bakterielle Bindehautentzündung ist beim Tier, wie auch beim Mensch, sehr ansteckend. Mit den folgenden Tipps können Sie die Ansteckungsgefahr bei anderen Tieren verringern:

  • Scheuern vermeiden: Eine entzündete Bindehaut juckt oft und verleitet Pferde dazu, sich am Kopf vermehrt zu Schubbern. Dabei gelangen nicht nur Keime in die Umwelt und gegebenenfalls in das andere (noch gesunde) Auge, wenn das Pferd sich dort scheuert. Auch können sich andere Tiere mit den Keimen infizieren. Versuchen Sie daher, den Drang zum "Kratzen" zu unterbrechen und entfernen Sie, wenn möglich, alles aus der nähren Umgebung des Pferdes, das zum Schubbern verleiten könnte.

  • Händewaschen: Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, insbesondere nachdem Sie das erkrankte Pferd betreut haben! Ansteckende Keime können an Ihren Händen auf die anderen Tiere übertragen werden.

  • Putzzeug nicht teilen: Falls Sie das Putzze