• Facebook
  • Instagram

BARF – ein gefährlicher Trend oder eine sinnvolle Ernährungsmethode für Hunde?

Kaum ein Thema spaltet die Hundewelt mehr als die korrekte Fütterung. Möglichst artgerecht und gesund soll sie sein und dem Liebling ein möglichst langes Leben ermöglichen. Immer mehr Hundehalter entscheiden sich fürs „BARFen“. Das Kürzel „BARF“ steht heute für „biologisch artgerechte Rohfütterung“. Das Geschäft mit der Rohfütterung boomt und trotzdem gibt es Skeptiker.



Wie genau sieht dieser Fütterungsansatz in der Praxis aus?

Das Konzept der Rohfütterung orientiert sich an der Ernährungsweise wildlebender Kaniden, vor allem der Wölfe, den Vorfahren unserer Haushunde. Hinter dem eigentlichen Barfen verbirgt sich ein festes System, dass eine Aufteilung der Futterkomponenten nach dem sogenannten Beutetierschema“ vorsieht. ​​An diese strikte Regel hält sich heute jedoch kaum einer. Vielmehr geht es beim "modernen Barfen" darum, kommerzielles Dosenfutter zu vermeiden und den Hund stattdessen mit frischem (tiefgekühltem) Fleisch, Innereien, Knochen, Knorpel und Fisch zu versorgen. Das Fleisch kann in Einzelfällen auch gekocht werden. Meist werden die Mahlzeiten dann noch mit Gemüse, Obst, Ölen, Nüssen und Kräutern ergänzt.


Wie sinnvoll ist der Vergleich mit dem Wolf?

Wie viel Wolf steckt eigentlich in unseren Hunden? Da sich das Ernährungskonzept vom Futterplan des Wolfes ableitet ist diese Frage durchaus berechtigt. Fakt ist: der Hund ist kein Wolf, der Hund ist ein domestizierter Abkömmling des Wolfes. Neueste unabhängige Forschungsergebnisse zeigen, dass sich unser Haushund über die Jahre der Domestizierung hinweg ein grundlegend verändertes Verdauungssystem entwickelt hat, das deutlich mehr verschiedene Futtermittel und Nährstoffe verträgt, als das des Wolfes.



Selbstverständlich ähneln sich die beiden Verdauungssysteme in ihren Grundzügen immer noch. In der Regel benötigt ein Organismus rund 10.000 Jahre um sich vollständig auf neue Ernährungsweisen einzustellen. Dennoch gibt es einige Unterschiede und genetische Veränderungen, die nicht wegzureden sind, so dass der Verdauungstrakt des Hundes keinesfalls identisch mit dem des Wolfes ist. So wurden einige an der Domestizierung beteiligte Gene näher untersucht und herausgefunden, dass es einige wesentliche Unterschiede in der Fähigkeit zur Verdauung pflanzlicher Stoffe gibt. Hunde können pflanzliche Nahrung und auch Kohlenhydrate deutlich besser verdauen als Wölfe. ​​So verfügt der Wolf beispielsweise über nur zwei Kopien des Gens für Amylase. Dieses Protein ist für die Aufspaltung von Stärke zuständig. Der Hund hingegen verfügt nach heutigem Wissensstand über 30 Kopien des Gens. ​​Auch wurde beim Hund die Kodierung für das Enzym Maltase-Glukoamylase gefunden, welches bisher ausschließlich bei Pflanzen- oder Allesfressern nachgewiesen werden konnte, nicht jedoch bei reinen Fleischfressern. Es deutet also einiges darauf hin, dass der Hund -entgegen dem Wolf- sehr wohl in der Lage ist Pflanzenstoffe und Kohlenhydrate (Getreide) auch in größeren Anteilen für sich zu nutzen. Fossilien von neolithischen Hunden und Populationen, die keine Berührungspunkte mit der Landwirtschaft hatten, weisen derartige Veränderungen nicht auf. Die Landwirtschaft und der Ackerbau nahmen also vermutlich einen großen Einfluss auf die Entwicklung des domestizierten Hundes. Zudem sollte man bedenken, dass die Ernährungsweise des Wolfes vor allem auf das kurzfristige Überleben und die Erhaltung der Art bzw. die schnelle Fortpflanzung ausgerichtet ist. Der Wolf hat in freier Wildbahn eine entsprechend geringe Lebenserwartung, im Gegensatz zu unserem Haushund, der ja ein möglichst hohes Alter erreichen soll. Hinzu kommt, dass auch Wölfe trotz ihrer vermeintlich artgerechten Ernährung relativ häufig unter Mängeln leiden.



Da die übliche Rohfütterung in der heute praktizierten Form meist ohnehin mit Gemüse kombiniert wird, erledigt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der reinen Fleischfütterung eigentlich. Diese Überlegungen stehen auch keinesfalls konträr zur BARF-Ernährung.


Trotzdem sollte sich jeder Hundehalter Gedanken über die sinnvolle Fütterung des eigenen Hundes machen und eine bestimmte Ernährungsweise nicht einfach mit der Erklärung „der Wolf ernährt sich auch so, daher ist eine reine Fleischfütterung artgerecht“ rechtfertigen.

Gibt es Risiken für Mensch und Hund?

In der Regel ist es ohne weiteres möglich, den Hund frisch und ausgewogen zu füttern. Jedoch muss die tägliche Futterration sehr genau durchdacht werden und die individuelle Zusammenstellung stimmen, da es ansonsten schnell zu einseitigen Nährstoffaufnahmen und Mängeln kommen kann. Das Wissen und eine vertiefte Kenntnis um die korrekte Hundeernährung, den Bedarf an einzelnen Makro- und Mikronährstoffen sollte sich jeder verantwortungsbewusste Hundebesitzer aneignen. Das ist zeitaufwendig und mühsam, dessen sollte sich der Hundehalter bewusst sein.


Empfehlenswert ist es außerdem regelmäßig einen tierärztlichen Check-up durchzuführen, um mögliche Mängel erkennen und beheben zu können. Fehlerhaftes BARFen kann ansonsten zu Problemen des Verdauungstrakts, Durchfall und Verstopfung führen. Durch das Füttern von ganzen Tieren (inklusive Knochen, Knorpel) steigt zudem das Risiko für Zahnfrakturen und Verletzungen. Auch die Übertragung von Krankheiten ist möglich, typisch sind hier die Pseudowut, Neosporose und Toxoplasmose. Besonderes Augenmerk sollte der Hundebesitzer bei der Erstellung von BARF-Rationen auf die ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen wie Calcium, Spurenelementen und Vitaminen haben. Besonders Junghunde reagieren auf Dysbalancen in der Nährstoffzufuhr besonders sensibel.


Der Umgang mit rohem Fleisch stellt prinzipiell immer erst einmal ein Risiko dar. Eventuell im Fleisch enthaltene Krankheitserreger und Keime können daher auch für den Menschen eine potenzielle Gefahr darstellen. Besonders immungeschwächte, ältere oder schwangere Personen sollten daher Vorsicht walten lassen. Zoonosen wie etwa Salmonellose, die Eschierichia-coli Infektion, Bakterienruhr oder Campylobacter-Enteritis können eine Gefährdung für den Menschen darstellen.


BARFen? Ja, aber bitte mit Köpfchen!

​​Immer mehr Menschen vertrauen auf das Konzept der BARF-Fütterung. Das ist grundsätzlich auch völlig legitim und macht in vielen Fällen durchaus Sinn. Die Qualität von kommerziellem Fertigfutter lässt leider oft zu wünschen übrig. ​​Ein zu hoher Getreideanteil, ein entsprechend niedriger und häufig minderwertiger Fleischanteil („tot“gekocht, Fleischabfälle), chemischer Geschmacksverstärker, Lockstoffe und Konservierungsstoffe lässt mittlerweile viele Hundehalter lieber auf frische Produkte zurückgreifen.


Selbstverständlich bietet der Markt auch hochwertige Produkte. Völlige Transparenz und die absolute Sicherheit darüber was der Hund zu sich nimmt bietet jedoch nur die eigene Zusammenstellung der Futterrationen aus frischen Nahrungsmitteln. BARFen ist eine durchaus taugliche Fütterungsvariante, solange die Futterrationen korrekt zusammengestellt werden. ​​So sollten Sie als Hundehalter den Bedarf Ihres Tieres an Energie, Rohfaser, Rohprotein, Calcium und Phosphor (und das richtige Calcium-Phosphor-Verhältnis), Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Chlor, Jod und den verschiedenen Vitaminen (A, D, E, B1, B2, B6, B12, Biotin) kennen und auch die Inhaltsstoffe der entsprechenden Nahrungsmittel. Eine langfristig reine Fleischfütterung deckt den Bedarf des Hundes in der Regel nicht, so dass das Zufüttern natürlicher Mineralien und Vitamine (direkt mit Hilfe eines hochwertigen Mineralfutters oder indirekt durch Gemüsezusätze etc.) empfehlenswert ist.


Eine gute BARF Ernährung bietet dann viele Vorteile: die absolute Transparenz der Inhaltsstoffe, individuelle Rationsgestaltung, Verbesserung bei Allergien und Verdauungsstörungen, natürliche und unverarbeitete Futtermittel, Abwechslung, größerer Kauaufwand bei größeren Fleischstücken, keine unerwünschten Zusatzstoffe, die Reduzierung von Zahnstein und Mundgeruch, ein verbesserter Körpergeruch und die Minimierung des Kotabsatzes.

Zahlreiche Hundebesitzer vertrauen inzwischen auf das Konzept der "biologisch- atgerechten Rohfütterung (BARF)". Jedoch ist diese Art der Fütterung nur gesund, solange sie auch die Versorgung Ihres Vierbeiners mit lebenswichtige Vitaminen und Mineralstoffen bedarfsgerecht abdeckt.

Um eine sinnvolle Unterstützung Ihres Hundes zu gewährleisten füttern Sie Barynesse „BarfPREMIUM“, entwickelt und getestet von erfahrenen Tierheilpraktikern und Ernährungstherapeuten. Barynesse „BarfPREMIUM“ ist ein Naturprodukt ohne Geschmacksverstärker, Zucker (Dextrose), Getreide und Konservierungsstoffe. Das Zufüttern von Knochen oder Eierschalenkalk ist nicht mehr notwendig, da der tägliche Calciumbedarf bereits durch Barynesse "BarfPREMIUM" ausreichend abgedeckt wird.


Kundenservice

Barynesse

Rechtliches

© Barynesse - Delikatesse für das Tier / Bauerngasse 10 / 86647 Buttenwiesen / info@barynesse.de

Barynesse - Delikatesse für Ihr Tier