Analdrüsen bei Hunden: Verstopfung und Entzündung vorbeugen!

Die meisten Hundehalter beschäftigen sich erst mit den Analdrüsen ihres Hundes, wenn diese Probleme bereiten. Dabei tragen diese Drüsen einen wichtigen Teil zur Kommunikation mit anderen Hunden bei z. B. bei der Läufigkeit durch Pheromonausschüttung oder zur Abgrenzung eines Territoriums. Um zu verstehen wie es zu Problemen mit den Analdrüsen kommen kann, muss man zunächst den Aufbau und die Funktion dieser Drüsen verstehen.


Die Analdrüsen liegen rechts und links des Afters eingebettet in die Schließmuskulatur. Dieser Drüsensammelraum wird auch als Analbeutel bezeichnet. Analdrüsen haben Öffnungen in den Darm und produzieren ein Talg ähnliches Sekret, welches bei gesunden Hunden mit dem Kot ausgeschieden wird. Dies geschieht über den Druck des Schließmuskels auf die Analbeutel. Hunde kommunizieren über den Geruch der Analdrüsen mit ihren Artgenossen. Andere Hunde nehmen den speziellen und individuellen Geruch beim beschnuppern auf. So dienen diese Absonderungen vor allem der Markierung des Territoriums oder der Signalisierung von Paarungsbereitschaft. Wir Menschen empfinden diesen Geruch des Sekrets als extrem übel riechend.



Die Analdrüsen der Hunde werden durch zwei Faktoren beeinflusst:

  1. Wenn der Hund über längeren Zeitraum zu weichen Kot hat, kann es sein, dass die Analdrüsen nicht mehr vollständig entleert werden. Hier fehlt der nötige Druck beim Kot absetzen, um die Drüsen auszupressen. Das Sekret bleibt im Analbeutel zurück und neues Sekret wird weiter produziert, was zu vollen Analdrüsen führt und somit verspürt der Hund dauerhaft einen unangenehmen Druck. Außerdem verfestigt sich das Sekret und verstopft die Analdrüsen. Es entsteht ein Teufelskreis dem nur durch das Ausdrücken der Analdrüsen entgegengewirkt werden kann. Allerdings sollte dieser Vorgang nicht zu oft wiederholt werden, da die Drüsen sehr empfindlich auf Druck reagieren. Meist produzieren sie auf den Reiz noch mehr Sekret. Eine häufige Wiederholung der Analdrüsenteerung kann zu einem chronischen Leiden führen.

  2. Eine weitere Ursache für verstopfte Analdrüsen kann die Übersäuerung des Dickdarms sein. Ist die Dickdarmflora des Hundes übersäuert, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder der Darm löst das Problem durch häufiges Kot absetzen oder die Analdrüsen verstopfen, da sie mit Säuren und Toxinen überschwemmt werden.

Sollten die Analdrüsen Ihres Hundes häufiger Probleme bereiten, muss die Ursache hierfür gefunden werden. Hier bietet es sich an auch einen Blick auf die Darmflora zu werfen, da das Problem auch im Darm liegen kann. Ein weiterer Auslöser kann eine Unverträglichkeit oder Allergie sein.


Kann man Analdrüsenentzündungen beim Hund vorbeugen?


Es gibt verschiedene Anzeichen für verstopfte Analdrüsen bei Hunden. Eines der bekanntesten Anzeichen ist das sogenannte Schlittenfahren. Hier rutscht der Hund mit seinem Gesäß über den Boden und versucht sich so eine Linderung des starken Juckreiz durch Reibung zu verschaffen. Der Juckreiz bringt den Hund auch dazu, dass er sich oft im hinteren Bereich leckt und beißt.

Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Analdrüsenentzündungen oft eine wichtige Rolle, da die Zusammensetzung der Futterration einen großen Einfluss auf die Konsistenz des Hundekots hat. Durch eine hochwertige und naturbelassene Ernährung kann wiederkehrenden Verstopfungen der Analbeutel vorgebeugt werden. Überprüfen Sie zunächst, ob eine Futtermittelunverträglichkeit oder Allergien als Ursache für zu weichen Kot ausgeschlossen werden kann. Zudem sollte industriell hergestelltes und zuckerhaltiges Trocken- und Dosenfutter oder Leckerlies von geringer Qualität vermieden werden. Eine unpassende Zusammensetzung des Protein-, Fett- und Kohlenhydratgehalts können genauso wie Getreideprodukte weichen Kot beim Hund verursachen.



Einfluss der Ernährung auf die Analdrüsen

Damit der Kot fester wird, sollten Sie immer zuerst die Fütterung überprüfen. Am besten holen Sie sich hier Hilfe bei einem ausgebildeten Ernährungstherapeuten oder bei unserem Experten-Team